— Narbengewebe

Narben gehen unter die Haut

Narben erinnern uns daran, dass etwas passiert ist – eine Operation, eine Verletzung, eine Geburt. Manche werden mit der Zeit ganz selbstverständlich, andere bleiben unangenehm spürbar und stören.

Eine Narbe betrifft nicht nur die Haut. Auch darunter hat der Körper Gewebe repariert und neu organisiert. Dabei können Gewebeschichten miteinander verkleben und weniger gut gegeneinander gleiten. Die Folgen sind ganz unterschiedlich: Eine Narbe kann spannen, ziehen, brennen oder jucken, taub oder überempfindlich sein. Manchmal schränkt sie die Beweglichkeit ein oder wirkt sich auf umliegende Körperregionen aus.

Und auch das Aussehen spielt eine Rolle. Eine wulstige, eingezogene oder verhärtete Narbe kann das Körpergefühl beeinflussen – gerade dann, wenn sie an einer sehr sichtbaren oder persönlichen Stelle liegt.

Wie Narbengewebe entsteht

Um eine Wunde zu schliessen, bildet der Körper neues Kollagen. In den folgenden Wochen und Monaten wird das Narbengewebe laufend umgebaut und entsprechend den Belastungen ausgerichtet.

Dieser Umbauprozess kann lange weitergehen. Narbengewebe bleibt jedoch anders als das ursprüngliche Gewebe und kann fester, weniger elastisch oder weniger beweglich sein.

Was Verklebungen bewirken können

Narbengewebe kann mit benachbarten Gewebeschichten Verklebungen, sogenannte Adhäsionen, bilden. Dadurch können die einzelnen Schichten weniger gut gegeneinander gleiten. Das kann zu Spannungsgefühlen und Bewegungseinschränkungen führen – manchmal auch mit Auswirkungen auf andere Körperregionen.

— Methode & Wirkung

Was bewirkt die manuelle Narbenbehandlung?

Mit faszialen Techniken aus dem Rolfing® und der Faszientherapie behandle ich nicht nur die sichtbare Narbe. Ich ertaste, wie beweglich das Gewebe ist, wo Spannungen oder Verklebungen bestehen und wie sich die verschiedenen Gewebeschichten gegeneinander bewegen. Je nach Beschaffenheit beziehe ich auch tieferliegende Strukturen und das umliegende Gewebe mit ein.

Die Behandlung setzt gezielte Impulse, damit sich das Gewebe weiter verändern und neu organisieren kann.

✓ Gewebe kann weicher und beweglicher werden
✓ Verklebungen können sich lösen
✓ Taubheit oder verändertes Empfinden können sich verbessern
✓ Das Körpergefühl rund um die Narbe kann sich verändern

— Narbenarten

Welche Narben können behandelt werden?

Grundsätzlich kann Narbengewebe an ganz unterschiedlichen Körperregionen behandelt werden. Entscheidend ist weniger, wodurch die Narbe entstanden ist, sondern wie sie verheilt ist und ob sie heute Beschwerden macht oder als störend empfunden wird. 

Kaiserschnittnarben

Nach einer Bauchgeburt – bei Spannungsgefühlen, Taubheit, Verklebungen oder wenn die Narbe einfach stört.

Verletzungsnarben

Zum Beispiel nach Unfällen oder Schnittverletzungen.

Operationsnarben

Zum Beispiel nach Bauch-, Knie-, Hüft- oder Schulteroperationen.

Narben nach Krebsbehandlungen

Nach Tumoroperationen, rekonstruktiven Eingriffen oder Bestrahlungen.

Ästhetische Eingriffe

Zum Beispiel nach Brustoperationen, Bauchdeckenstraffung oder anderen ästhetischen Eingriffen.

Ausnahme: Keloide

Keloide behandle ich nicht. Diese Form der überschüssigen Narbenbildung eignet sich nicht für meine manuelle Narbenbehandlung und sollte ärztlich bzw. dermatologisch beurteilt werden.

— Mein Schwerpunkt

Kaiserschnittnarbe – wenn die Narbe Erinnerungen trägt

Ein Kaiserschnitt ist Bauchoperation und Geburt zugleich. Dabei sind mehrere Gewebeschichten betroffen – die sichtbare Narbe ist deshalb nur ein Teil davon. Manche Frauen spüren später ein Ziehen oder Spannungsgefühl, eine taube oder überempfindliche Stelle. Auch das Aussehen der Narbe oder die veränderte Form des Bauches kann stören.

Gleichzeitig ist die Narbe mit der Geburt verbunden. Vielleicht war der Kaiserschnitt geplant, vielleicht überraschend oder Teil einer schwierigen Erfahrung. Während der manuellen Arbeit am Gewebe werden manchmal Erinnerungen oder Gefühle wach. Manche Frauen erzählen dabei von ihrer Geburt, andere geniessen einfach die Stille. Beides ist willkommen.

Veränderung, die man sehen und spüren kann

Vorher: Unbehandelt, 2 Jahre nach dem Kaiserschnitt

Direkt nach den beiden Behandlungen war die optische Veränderung noch gering. In den folgenden Monaten konnte sich das Gewebe jedoch weiter umbauen und fühlt sich nun “gut” für sie an.

Nachher: 2 Behandlungen | Foto 1 Jahr nach der Behandlung

Diese Kaiserschnittnarbe war vor der Behandlung deutlich wulstig und fühlte sich für die Kundin unangenehm an.

— FAQ's

Häufige Fragen zur manuellen Narbenbehandlung

Ich beginne mit der direkten Narbenbehandlung erst, wenn die Wunde vollständig geschlossen und gut verheilt ist. Als Orientierung arbeite ich bei vielen Narben frühestens nach etwa zwei Monaten, bei Kaiserschnittnarben meist nach rund vier Monaten. Ist eine Narbe vorher sehr unangenehm, kann je nach Situation bereits im umliegenden Gewebe gearbeitet oder im Rahmen einer Massage Zeit für eine sanfte Narbenpflege eingeplant werden.

Ja. Auch Jahre oder Jahrzehnte alte Narben können behandelt werden. Wie stark sich das Gewebe verändert, ist individuell und hängt unter anderem von der Narbe, dem umliegenden Gewebe und den Beschwerden ab.

Das hängt von der Narbe und den Beschwerden ab. Kleine Narben können teilweise im Rahmen einer Rolfing- oder Massage mitbehandelt werden, während grössere oder komplexere Narben mehrere Sitzungen brauchen können. Zwischen den Behandlungen darf Zeit liegen, damit das Gewebe auf die Impulse reagieren und sich weiter umbauen kann. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, lässt sich deshalb nicht pauschal im Voraus sagen.

Die Behandlung erfolgt achtsam und wird individuell an das Gewebe angepasst. Manche Bereiche können vorübergehend empfindlich sein, starke Schmerzen sollten jedoch nicht entstehen.

Ja. Auch Narben nach ästhetischen Eingriffen wie Brustoperationen oder Bauchdeckenstraffungen können manuell behandelt werden.

Ja, Keloide behandle ich nicht. Diese Form der überschüssigen Narbenbildung eignet sich nicht für meine manuelle Narbenbehandlung und sollte ärztlich bzw. dermatologisch beurteilt werden.

Normalerweise dauert eine Narbenbehandlung 60 Minuten | CHF 144

Abgerechnet wird die effektive Zeit. Du kannst nach der Sitzung in bar, mit Twint oder Karte bezahlen. Die Narbenbehandlung wird über Rolfing abgerechnet und du erhältst den Rückforderungsbeleg für die Krankenkasse bei entsprechender Versicherungsdeckung gleich am Ende der Sitzung.

Ja, die Narbenbehandlung ist eine Technik von Rolfing® und wird von den meisten Krankenkassen über die Zusatzversicherung für Komplementärmedizin anteilig vergütet. Da die Leistungen je nach Versicherung und Zusatzversicherung unterschiedlich sind, empfehle ich dir, die Kostenübernahme direkt bei deiner Krankenkasse abzuklären.

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«A friend of mine recommended me to Daniela to help me heal my c-section scar. I was unsure what to expect and was pleasantly surprised by how knowledgeable and welcoming she was. I look forward to continuing my treatment to both physically and mentally heal. Thank you.»

— Jennifer  •  2026

— bodywise  •  Zürich Wiedikon

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